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Montag bis Freitag, 8:30 bis 17:00 Uhr

1300 Flughafen-Wien

dr@oudin.at

Fragen & Antworten

Was vor der Entscheidung geklärt sein sollte

Die Fragen unten kommen in fast jedem Erstgespräch. Wenn Ihre nicht dabei ist, stellen Sie sie uns direkt — wir antworten schriftlich, damit Sie es weiterreichen können.

Teilnehmer & Voraussetzungen

Wie viele Personen können teilnehmen?

Bis zwölf im Pauschalpreis. Jede weitere kostet 180 €, ab neunzehn Personen teilen wir in zwei Gruppen. Die Grenze ist keine Preisstrategie, sondern eine Erfahrung: Ab der dreizehnten Person wird zugesehen statt gearbeitet, und dann ist es ein Vortrag — den bekommen Sie günstiger.

Welche Vorkenntnisse braucht das Team?

Keine — und ebenso wenig stört es, wenn Ihr Team schon weit ist. Die Aufgabenabfrage vor dem Termin erhebt zwei Dinge: die drei Aufgaben, die jede Person Zeit kosten, und wie sicher sie heute damit arbeitet. Die zweite Angabe entscheidet über den Zuschnitt. Bei einer Gruppe, die seit Längerem mit KI arbeitet, entfällt der Block „Einordnen" und „Briefing" schrumpft auf eine halbe Stunde; die frei werdenden zwei Stunden gehen in Projekte, Wissensbasis, Qualitätssicherung im Team und Automatisierung. Gemischte Gruppen sind der Normalfall — dann arbeiten die Fortgeschrittenen an den schwierigen Fällen aus der Abfrage, während die Einordnung läuft.

Sollen Geschäftsführung und Team gemeinsam teilnehmen?

Meistens nicht im selben Termin. Die Führungsebene braucht Reihenfolge und Kostenrahmen, die Abteilung braucht Handgriffe — beides in einem Termin macht beides halb. Die bewährte Reihenfolge ist: erst ein Termin mit der Führungsebene, danach die Praxisworkshops mit den Teams, die es umsetzen.

Wie wählen wir aus, wer teilnimmt?

Nicht nach Hierarchie und nicht nach Interesse, sondern nach Aufgabe: Wer viel Zeit mit Text, Recherche, Dokumenten und wiederkehrenden Abläufen verbringt, sitzt im Raum. Bei größeren Häusern bilden wir Gruppen entlang der Abteilungen statt gemischt — dann ist die Aufgabenabfrage homogener und der Termin dichter. Wichtig für die Stimmung im Haus: Sagen Sie den Nichtteilnehmenden vorher, nach welchem Kriterium ausgewählt wurde und wann die nächste Gruppe drankommt. Eine Auswahl ohne genanntes Kriterium wird als Bevorzugung gelesen, und das kostet mehr, als das Seminar bringt.

Was, wenn jemand im Team klar dagegen ist?

Sagen Sie es uns im Vorbereitungsgespräch. Widerstand im Raum ist normal und meist gut begründet — häufig geht es um Arbeitsplatzsorge oder um eine schlechte Erfahrung. Beides lässt sich ansprechen, wenn man es vorher weiß, und beides vergiftet den Termin, wenn man es übergeht.

Inhalt & Werkzeuge

Mit welchen Werkzeugen wird gearbeitet?

Mit denen, die Sie haben. In der Regel ChatGPT, Claude, Microsoft 365 Copilot oder Gemini — plus die Werkzeuge, die für einzelne Aufgaben besser passen, und auf Wunsch ein Modell, das auf einem Rechner im eigenen Netz läuft. Wir verkaufen keine Lizenzen und bekommen von keinem Anbieter Provision; wenn das Richtige für Sie das ist, was ohnehin schon lizenziert ist, sagen wir das.

Bekommen wir eine Prompt-Sammlung?

Eine, die im Termin an Ihren Aufgaben entsteht — nicht eine gekaufte Sammlung mit fünfhundert Einträgen. Der Unterschied ist entscheidend: Eine fremde Sammlung benutzt nach zwei Wochen niemand mehr, zwölf im eigenen Haus entstandene Abläufe schon.

Geht KI auch ohne Cloud, auf unseren eigenen Rechnern?

Ja, und für einen Teil der Aufgaben ist das der bessere Weg. Offene Modelle laufen mit Ollama oder LM Studio auf gewöhnlicher Hardware — ein Arbeitsplatzrechner mit genug Arbeitsspeicher reicht für den Anfang, eine kleine Maschine im Serverraum für den Dauerbetrieb. Es gibt dabei keinen Datenverkehr nach außen, also auch keine Übermittlung, für die es einen Auftragsverarbeitungsvertrag oder eine Drittlandprüfung bräuchte. Der Preis dafür ist Qualität: Bei anspruchsvollem Text, bei langen Dokumenten und beim Programmieren liegen die großen Anbieter derzeit deutlich vorn. Deshalb ist das Ergebnis im Seminar keine Grundsatzentscheidung, sondern eine Zuordnung — welche Aufgabe nach innen gehört und welche nach außen darf.

Richten Sie so ein lokales Modell bei uns ein?

Im Seminar zeigen wir es und probieren es aus — Installation, Modellwahl, Grenzen. Der belastbare Betrieb im Haus ist danach ein eigenes Projekt: Hardware, Zugriffsrechte, Anbindung an Ihre Dokumente, Betrieb und Updates. Das kann unsere Agentur übernehmen oder Ihre IT, und wir sagen im Seminar offen, dass es eine kostenpflichtige Leistung ist. Was wir nicht tun: den Aufwand kleinreden, damit der Seminartag beeindruckender wirkt.

Unterrichten Sie auch Modelltraining oder Data Science?

Nein, und das ist eine bewusste Abgrenzung. Modellarchitekturen, Training, MLOps und die Mathematik dahinter sind ein anderer Beruf. Wer das braucht, ist bei einer Fachhochschule oder einem Anbieter für technische KI-Ausbildung besser aufgehoben — wir nennen Ihnen gern jemanden.

Können Sie das Seminar auf unsere Branche zuschneiden?

Der Zuschnitt entsteht nicht über die Branche, sondern über die eingesammelten Aufgaben — und die sind branchenspezifisch, ohne dass wir eine Branchenversion bauen müssten. Wenn in Ihrem Feld besondere Vorschriften gelten (Gesundheit, Finanz, öffentliche Hand), sagen Sie es im Vorbereitungsgespräch; dann wird der Leitplanken-Block darauf ausgerichtet.

Recht & Datenschutz

Erfüllen wir damit die Schulungspflicht aus der KI-Verordnung?

Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt seit 2. Februar 2025 von Betreibern ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz und nennt Schulungen und interne Richtlinien ausdrücklich als geeignete Maßnahmen; ein festes Curriculum schreibt sie nicht vor. Wir liefern eine Schulung, die stattgefunden hat, Teilnahmebestätigungen mit Inhaltsübersicht und einen Leitplanken-Entwurf. Ob das für Ihr Unternehmen ausreicht, hängt von Ihren Systemen und Rollen ab und ist eine rechtliche Beurteilung, die wir nicht erbringen dürfen. Wir sagen Ihnen, was wir liefern; ob es genügt, sagt Ihre Kanzlei.

Was passiert mit den Daten, die wir Ihnen vorher schicken?

Sie werden ausschließlich zur Vorbereitung des Termins verwendet und nach der Übergabe gelöscht. Auf Wunsch schließen wir vorher einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Im Seminar selbst arbeiten wir an Ihren Bildschirmen mit Ihren Unterlagen — wir nehmen nichts mit.

Wir dürfen bestimmte Daten gar nicht nach außen geben. Ist KI damit erledigt?

Nein — an dieser Stelle trennen sich zwei Wege, und der zweite wird selten gezeigt. Für Unterlagen unter Verschwiegenheitspflicht, für Personal-, Gesundheits- und Mandantendaten gibt es Modelle, die auf einem Rechner in Ihrem Netz laufen; dann findet keine Übermittlung statt, über die man streiten müsste. Wir arbeiten das im Leitplanken-Block als Zuordnung aus: Welche Aufgabe läuft auf einem Modell im Haus, welche darf zu einem Anbieter, welche gar nicht maschinell. Die rechtliche Beurteilung Ihrer konkreten Verarbeitung bleibt bei Ihrer Kanzlei oder Ihrem Datenschutzbeauftragten — was wir liefern, ist die technische und organisatorische Grundlage, auf der die entscheiden können.

Dürfen wir vertrauliche Unterlagen im Seminar verwenden?

Das entscheiden Sie, und genau diese Entscheidung ist Teil des Leitplanken-Blocks. Für die Übungen genügen in aller Regel echte, aber unkritische Fälle. Wo es heikel wird, arbeiten wir mit anonymisierten Fassungen — das ist ohnehin die Übung, die im Alltag am meisten gebraucht wird.

Wer ist in Österreich für die KI-Verordnung zuständig?

Erste Anlaufstelle ist die KI-Servicestelle bei der RTR, seit 1. September 2024 auf Grundlage des KI-Servicestelle-Gesetzes. Sie informiert, beantwortet Fragen und koordiniert die Marktüberwachung; die eigentliche Aufsicht liegt je nach Anwendungsbereich bei den Fachbehörden — für den Finanzbereich etwa bei der FMA, für Medien und Telekommunikation bei der KommAustria. Artikel 4 selbst trägt keine eigene Strafdrohung; der Sanktionsrahmen der Verordnung gilt anderen Pflichten. Praktisch relevant wird die Frage meist nicht durch eine anlasslose Prüfung, sondern durch einen Vorfall, ein Kundenaudit oder eine Ausschreibung. Diese Angaben sind der Stand vom August 2026 und ersetzen keine Rechtsberatung.

Muss der Betriebsrat eingebunden werden?

Sobald KI-Werkzeuge Arbeitsabläufe verändern oder Nutzungsdaten von Beschäftigten anfallen, ist das in Österreich und Deutschland ein Thema der Arbeitnehmervertretung — bei Nutzungsauswertungen praktisch immer. Wir sind darin keine Berater und maßen uns dazu nichts an; wir sagen es nur früh, weil eine interne KI-Regel, die am Betriebsrat vorbei entsteht, ein halbes Jahr später wieder aufgemacht wird. Wenn es bei Ihnen ein Gremium gibt, ist die Teilnahme einer Person daraus am Seminartag die einfachste Lösung, die wir kennen.

Erbringen Sie Rechtsberatung?

Nein. Wir sagen Ihnen, wie es in der Praxis gehandhabt wird, welche Fragen Sie klären müssen und wo die Grenze verläuft. Die verbindliche Beurteilung — zur KI-Verordnung, zum Datenschutz, zum Urheberrecht an KI-Ergebnissen — macht Ihre Kanzlei. Diese Grenze benennen wir im Termin, statt sie zu verwischen.

Organisation

Geht das auch online?

Ja, zum selben Preis und mit demselben Ablauf. Online funktioniert bis etwa acht Personen sehr gut; darüber empfehlen wir inhouse, weil die Arbeitsphasen sonst schwer zu begleiten sind. Bei verteilten Standorten ist online oft die bessere Wahl, weil sonst der halbe Tag in der Anreise steckt.

Wie lange dauert es bis zum Termin?

Drei bis fünf Wochen ab Beauftragung. Der Engpass ist selten unsere Verfügbarkeit, sondern ein Datum, an dem zwölf Personen gleichzeitig Zeit haben. Wer flexibel ist, bekommt kurzfristig etwas — fragen Sie einfach.

Was brauchen wir vor Ort?

Einen Raum mit Bildschirm oder Beamer, stabiles Netz, eigene Geräte für die Teilnehmer und die Zugänge zu den Werkzeugen, mit denen gearbeitet werden soll. Alles Weitere bringen wir mit. Verpflegung ist Ihre Sache — bei einem Praxistag ist eine anständige Mittagspause allerdings kein Luxus, sondern eine Voraussetzung dafür, dass der Nachmittag noch etwas taugt.

Wie läuft das bei mehreren Gruppen oder Standorten?

Vorbereitungsgespräch und Aufgabenabfrage laufen einmal für alle Gruppen, die Termine danach einzeln. Preise dafür stehen offen auf der Preisseite: die erste Gruppe zum Listenpreis, jede weitere günstiger, ab der dritten noch einmal. Reihenfolge in der Praxis: erst die Gruppe, in der die Wirkung am schnellsten sichtbar wird — das ist fast immer Vertrieb oder Innendienst —, danach die übrigen. So haben Sie nach dem ersten Termin schon etwas vorzuweisen, während die weiteren noch laufen. Für Termine außerhalb von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beziffern wir die Anreise vorab im Angebot, nicht nachträglich in der Rechnung.

Was passiert, wenn Sie krank werden?

Wir sind zu zweit, deshalb gibt es zwei Wege. Der erste: Die andere Person übernimmt — beide unterrichten dieselben Bausteine, und der Vorbereitungsstand liegt bei beiden. Das entscheiden Sie, nicht wir; wenn Ihnen jemand Bestimmtes zugesagt wurde, ist ein Ersatztermin das Naheliegendere. Der zweite: Wir verschieben und finden innerhalb von zwei Wochen ein neues Datum. Ihnen entstehen in beiden Fällen keine Kosten, auch nicht für Raum oder Verpflegung, die Sie bereits bestellt haben — diesen Nachweis erstatten wir. Bei einer Terminreihe über mehrere Monate legen wir die Termine mit Abstand statt in aufeinanderfolgenden Wochen; dann verschiebt ein Ausfall die Reihe und sprengt sie nicht.

Und wenn wir absagen müssen?

Bis vierzehn Tage vorher kostenlos, danach 50 Prozent, ab drei Tagen vorher der volle Betrag. Eine Verschiebung ist bis drei Tage vorher immer kostenlos — das ist der Weg, den wir vorschlagen, und in der Praxis fast immer der, der genommen wird.

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Nächster Schritt

20 Minuten, Ihre Aufgaben, keine Folien.

Am Ende wissen Sie, welches Format zu Ihrem Haus passt — oder dass gerade keines passt.